Vielleicht gibt es nichts zu erinnern

Vielleicht gibt es nichts zu erinnern.

Vielleicht ist das Danach immer nur eine Vorstellung, eine Phantasie, ein falsches Bild.

Vielleicht.

Koerper schweben vorrueber, aber nur wenn man nicht richtig hinsieht, schweben sie vorrueber, kommen, gehen und die Augen, die bewegt in Statik verharrend, zusehen, nachsehen.

Das Gefuehl, in Mitte von etwas zu stehen.

Zuletzt war die Wohnung leer, sagt Fio an einem anderen Ort, als spielte das eine Rolle oder differierten die Orte wirklich

Und Franny sieht aus einem Fenster, das nur einen Ausschnitt dessen macht, was ist, unabhaengig von ihnen.

Geht man auf diesen Auschnitt zu, oeffnet man das Fenster, stuetzt man die Hand auf das broeckelnde Gelaender, alte Baustruktur, vielleicht sollte man ja auch Angst haben, sieht man hinaus, veraendert Blick, damit Standpunkt, faellt nicht, wenigstens, hat man noch alle Sinne beieinander, aber was heisst dann das schon wieder…hinab, nicht fallend und doch, der Blick, der nicht bricht, aber stoppt, endet, eine Roehre hinab, kleine Fenster gegenueber, eine Projektion, eine Spiegelung, Geraeusche, die wiederhallen, nicht jetzt, aber bisweilen und das Fenster wieder schliessen.

Keine Katzen.

Eine alte Zeitung.

Fahrraeder.

Schröder sitzt an einem Schreibtisch, dessen Farbe ihm nicht zu identifizieren ist und blickt er auf, sieht er in den ihn fixierenden Blick der Unkraetur, die jetzt seit zwei Tagen seinen Vorgesetzten gibt, offenbar kein Freund der liberalen Menschenfuehrung, ein Arschloch um es genau zu sagen und Schröder schiebt den Hefter, Ordner, eine Packung Kugelschreiber an ihren Platz, denn es will wie in jeder Architektur, das Inventar auch an seinen Platz gelangen, nicht Feng Shui, nicht hier, die Pragmatik der toten Koerperlichkeiten.

Also, wie bist Du da gelangt ?

Schröder kratzt sich an der Nase, die ihm auch jetzt im fortgeschrittenen Alter noch zu gross erscheint, sieht eine Spinne an der Lampe

Und

Es gibt einen Raum voller Schraenke, sagt er, nur Schraenke, die alle nummeriert sind, und diese Schraenke sind voller Ordner, aber natuerlich koennte man auch Leichen darin verstecken und villeicht ist eine Verschriftlichung in einem der Ordner ja auch nichts anderes als ein indirekter Nachruf, so liesse sich das sehen

Und Aria nickt

Aber die Verschwoerung laesst keine riechenden Koerper zurueck, das ist schon mal klar

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