Etwas über ihm leuchtet, aber er hebt seinen Kopf nicht, vielleicht, weil er zu faul ist, vielleicht, weil er spuert, das, was es da zu sehen gaebe, ihm nicht gefiele, aber wieso auch immer es so ist, er hebt den Kopf nicht, einige Luftzuege schwirren vorrueber, die Bilder, die nurmehr schemenhaft aus den letzten Traeumen in das Untraumhafte tropfen lassen kaum mehr eine Geschichte, einen Zusammenhang, ein narratives Ganzes erahnen.
Diese Bilder, die entschwunden sind, ehe er sie wenigstens in Andeutungen haette fixieren koennen, verharren, in einer Ecke, deren Staub bisweilen in der Nase juckt, aber diese Ecke bleibt eine Ahnung, ein Gefuehl.
Die Hand reicht dort nicht hin.
Area zieht ihren gruenen Pullover ueber, selbst wenn Sereal sagt, sie saehe darin aus wie eine Stoffpuppe, diese Implikation der Leblosigkeit gefaellt A. vielleicht gar nicht mal so schlecht und auf dem Boden stapeln sich Buecher ueber Kant, Hegel, Levinas sie greift eines und liest : “Die Zeitigung ist das “Gegenteil” der Intentionalität aufgrund der Passivität ihrer Geduld; in ihr ist Subjekt, was im gegensatz zum thematisierenden Subjekt sthet: eine Subjektivitaet des Alterns, die von der Identifizierung des Ich mit sich selbst her nicht zu erwarten ist, Einer ohne Identitaet, aber einzig in der unabweisbaren Verpflichtung zur Vernatwortung.”
und wie Klang nicht und doch nachhallt, merkt sie, das sie laut gelesen hat, laut genug, das Fran ins Zimmer tritt, sie ansieht und wieder geht, die Sprachlosigkeit der Morgendstunden, das erste Sehen, das erste Erinnern, gestern haben sie sich gestritten, elicht, nicht laut, auch wenn Area zu hysterie neigt, zur uebertriebenen theatralik, selbst wenn ein derartiges Urteil nur zu faelllen wagt, wer nicht in ihrer Haut steckt, duenner, glasiger fasriger Haut, die leicht reisst, nachgibt, und sie sind einander aus dem Weg gegangen, Fran ist gut darin, es nicht eskalieren zu lassen.
Area moechte manchmal verschwinden, aber fran laesst das nicht zu.
Manchmal sucht man bei ihr nach Fluegeln.
und Fio tritt vor die Tuer, welche einen neuen Anstrich vertragen koennte, bekommt einen Schwung Kuechengeruch des Chinesen der anderen Strassenseite ab, eine andere Welt, und er gleitet, denn, wie gesagt, Morgendstunde, alles noch, trotz des ersten Kaffeefixes, verschwommen, unglaubhaft,
selbst wenn die Bibliothek schon voller Menschen ist, Alfred sitzt da, wie er immer dasitzt, die Kaffeetasse links auf dem Schreibtisch, die alte Lampe, einige Buecher, in diesem Klinikum der Buecher, wo man das geschriebene Wort noch solange es geht am Tropf leben laesst und Fio wandert die Reihen, ein dicker Mann drueckt sich um das Steuerrecht herum, ob er das geraten haette, was dieser Mann liest, sieht man es der Außenschicht an, was eindringen darf, was genehm ist, einzutreten